Eine Reise durch die Chormusik

Eine Reise durch die Chormusik

(Bild- und Textquelle: Chor „Allegra Musica / Jutta Rieckmann“)

Beim Kammerkonzert des Bergischen Chorfestes in Ratingen präsentierte Chors Allegra Musica. eine Reise durch die Chormusik.

Der Chor aus Engelskirchen-Loope sang beim Bergischen Chorfest in Ratingen. Im vollbesetzten Ferdinand-Trimborn-Saal begrüßte der Vorsitzende des „Bergischen Chorfestes“, Heinz Lange, das angereiste Publikum. Die 25 Sängerinnen und Sänger aus Engelskirchen unter der Leitung von Manfred Schümer sangen sehr anspruchsvoll A-cappella-Sätze. Stücke aus dem 16. Jahrhundert, wie die des alten Meisters H. L. Haßler („Nun fanget an“, „Tanzen und Springen“) sowie eine herzzerreißende Darbietung über Liebe und Schmerz mit viel Empathie von Orlando di Lasso („Io ti voria“,).

Mit dem lustigen Echolied „O, che bon echo“, ebenfalls von Orlando di Lasso, folgte ein wundervoll inszenierter Vortrag bei dem vier Solosänger von der Empore des Konzertsaales das Echo sangen. Mit Schümers Klavierbegleitung folgte der Chorsatz von Robert Schumann „Sonntags am Rhein“ und von Johannes Brahms „Der bucklichte Fiedler“ mit einer guten Dynamik und Präsenz. Ebenfalls im Repertoire war der Vortrag des Satzes „Im Auto über Land“. Das von Manfred Schümer selbst vertonte, humorvolle Gedicht Erich Kästners, wurde durch den Chor lustig in Szene gesetzt.

Unter dem Motto des Abends „Singen ist eine edle Kunst“, einem Ausspruch Martin Luthers, sangen insgesamt vier Chöre Musik vom 16. Jahrhundert bis zur Moderne. Zum diesjährigen Lutherjubiläum wurde dem Publikum u.a. breitgefächerte Literatur von Orlandi di Lasso, Wolfgang Amadeus Mozart, Friedrich Silcher, Robert Schumann, Johannes Brahms, Max Reger und Hugo Diestler präsentiert. Eingeleitet wurde das Konzert mit dem „Kammerchor Hardenberg“ unter der Leitung von Anna Levina-Mejeritski. Die Sängerinnen und Sänger des Chores trugen einen Strauß alter deutscher Volksliedsätze von Mozart, Mendelssohn Bartholdy, Silcher und Brahms vor.

Nach der Pause stellte sich der „Kammerchor Langenfeld“ unter der Leitung von Christoph Willer vor. Das Ensemble trug A cappella zwei Stücke von H. L. Haßler und B. Donati vor. Es folgten Lieder nach Texten von Heinz Ehrhardt, „Die Made“, „Die Fliege“ und „Singe wem Gesang gegeben“. Der Chor beeindruckte durch gute Dynamik und exzellent deutliche Aussprache. Der Auftritt des „Ratinger Kammerchores“ unter der Leitung von Dominikus Burghardt war ebenfalls ein besonderer Ohrenschmaus. Einführend mit zwei Sätzen aus dem 19. Jahrhundert von Emil Naumann „Herr unser Herrscher“ und „Der Lindenbaum“ in einer Bearbeitung von Friedrich Silcher, zeigte der Chor hier eine hervorragende Beherrschung von Dynamik und Artikulation. Auch die zeitgenössische Chormusik wurde mit Werken von Vytautas Miskinis (Cantate Domino), Helmut Barbe (Ach bittrer Winter) und Marek Jasinski (Exsultate Deo) bedacht. Die Ballade von Hugo Distler (1908 – 1942) „Der Feuerreiter“ erklang hoch dramatisch und erst nach einer Zugabe mit dem „Jagdlied“ von Mendelssohn Bartholdy, entließ das Publikum den Meisterchor.

Im Jahr 2017 und 2018 gestaltet der Sängerkreis Niederberg als Mitveranstalter die Konzertveranstaltungen. Die insgesamt vier Kammerchöre aus dem Ober- und Niederbergischen Kreis begeisterten im Konzertsaal der Stadt Ratingen das Publikum. Umrahmt wurden die Chordarbietungen von einem herrlich erfrischend aufspielenden Klarinetten-Terzett der Ratinger Musikschule. Der Verein „Bergisches Chorfest e. V.“ veranstaltet seit 1950 im Bergischen Land regelmäßig Chorkonzerte auf hohem Niveau mit anspruchsvoller Literatur aus allen Epochen und Genres. Mit einem langanhaltenden Beifall dankte das Publikum am 8. Oktober allen angereisten Chören für ein wundervolles Chorkonzert. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Chors Allegra Musica.

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