„Freunde lernen voneinander“

Freunde lernen voneinander

So lautete der einhellige Tenor bei der Gegenzeichnung der Urkunde über die Städtepartnerschaft zwischen der polnischen Stadt Mogilno und Engelskirchen am Samstag Abend im Engelskirchener Rathaus.

Bürgermeister Dr. Gero Karthaus begrüßte die Gäste aus Polen und Engelskirchen aufs herzlichste. „Wir freuen uns – schön, dass ihr da seid“, eröffnete er seine Ansprache. Er betonte die Wichtigkeit von Herzlichkeit und Offenheit im Umgang zwischen Menschen – nicht nur im eigenen Land, sondern auch mit den europäischen Nachbarn. „Wir müssen die Herzen unserer Partner erreichen und gemeinsam an diesem Projekt arbeiten“, ermutigte er diejenigen, die sich bereits vielen Jahre um die Städtepartnerschaft bemüht haben. Denn nur wenn man gewillt ist, voneinander zu lernen, kann man einander auch verstehen und gemeinsam etwas erreichen.

Der Bürgermeister der polnischen Stadt Moligno bedankte sich für die Einladung nach Engelskirchen und freute sich über „diese schönes Fleckchen Erde“ – wie recht er hat. Auch Leszeck Duszynski machte in seiner Ansprache deutlich, dass er ein überzeugter Befürworter der Städtepartnerschaft und der internationalen Zusammenarbeit vor allem auf der Ebene der Jugendlichen ist. „Gerade der langjährige Schüleraustausch zwischen den beiden Gemeinden ist ein ausgezeichnetes Beispiel für das, was Europa möglich macht“, so Duszynski.

Die Ratsvorsitzende Teresa Kujawa zeigte, dass sie sich mit deutschen Dichtern befasste hatte. In ihrem Zitat von Gothe betonte sie, wie wichtig es sei in fremde Länder zu reisen, denn „um ein Land zu verstehen, muss man in das Land reisen“. Sie verwies auf die Vorsitzenden des Partnerschaftsbeirates Marcus Dräger und Thomas Sehmer, die vor knapp zehn Jahren mit ihrer Initative eines deutsch-polnischen Jugendaustausches letztlich den Grundstein für die heutige Partnerschaft gelegt hatten.

Diesem Gedanken konnte der Vorsitzende des Partnerschaftsbeirates – Marcus Dräger – nur beipflichten. Er stellte fest, dass die beiden Gemeinde schon ziemlich stark zusammen gewachsen sind. Dieses Zusammenwachsen aber dauert seine Zeit, denn wie Dräger richtig konstatierte: „Freundschaft kann man nicht verordnen, sie muss wachsen“. Grundlage dafür ist ein regelmäßiger Austausch und eine gewisse Neugierde dem Anderen gegenüber.

Zum Schluss des Festaktes erfolgte die Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden, die die gemeinsamen Interessen zwischen den beiden Gemeinden besiegelten. Nach dem Austausch einiger Gastgeschenke ließ man den Abend im Foyer des Rathauses in gemütlicher und freundschaftlicher Atmosphäre ausklingen.

Freunde lernen voneinander

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